Hallo Malou ♥️
*04.12.2025 19:02 Uhr 40+1 SSW
Bei der Geburt deiner Schwester Amelie vor etwa 5 Jahren wurde deiner Mama zu einem Kaiserschnitt geraten. Diesmal, in der Schwangerschaft mit dir, betreut durch den selben Gynäkologen entschied sich deine Mama für einen anderen Weg und lud auch eine Hebamme in die Betreuung mit ein. In der Mitte der Schwangerschaft lernen wir uns also kennen, ich lege das erste Mal die Hände auf den Bauch auf als du schon gut zu ertasten bist und so kann ich dich, durch meinen Finger erspürt, wunderbar vor mir sehen, im sicheren Bauch deiner Mama!
Die Zeit rinnt so vor sich hin als deine Mama ganz zum Ende der Schwangerschaft einige Symptome einer Gestose („Schwangerschaftsvergiftung“) zu entwickeln scheint. Plötzlich wackelt die erwünschte Geburt im Geburtshaus, es finden vermehrte Untersuchungen und Blutentnahmen bei Gyn, Hebamme und auch im Krankenhaus statt. Als wir den Gedanken an eine ausserklinische Geburt schon langsam zu verlieren scheinen gibt das Krankenhaus gegenüber Entwarnung und somit grünes Licht für eine Geburt bei uns - dir kleinem Menschen im Bauch geht es die ganze Zeit wunderbar und auch die Werte deiner Mama stabilisieren sich. Der Hebammen-Trickkoffer wird ausnahmsweise schon kurz vor ET geöffnet und es finden sich einige anregende Mittel darin die deine Mama mit nach Hause nimmt. Wir geben alles, sind überzeugt von der Geburt und diesem Ort, wollen nun Wehen zaubern!
Ganz selbstverständlich folgst du dieser Einladung grade mal einen Tag nach dem erratenen Termin und kündigst deine Reise durch Kontraktionen, die mit der Zeit zu Wehen werden, an. Deine Mama ist immer wieder in Kontakt mit der Hebamme, aber ganz entspannt. Irgendwann ruft sie deinen Papa dazu, der war noch arbeiten. Er unterstützt und begleitet.
Ihr informiert die Hebamme, diese versucht noch einen Termin zu schaffen und fährt mit rasendem Herz aber ruhigem Fuß „noch eben schnell zu einer Familie dann rufe ich an!!“